Der Norden von Ibiza
Im Norden geht es erheblich ruhiger zu als im Süden und Westen der Insel. Die Insel ist hier grün bewaldet und es wird Landwirtschaft betrieben. Die Nordküste zeichnet sich durch steile Klippen, imposante Felsen und idyllische Strände aus.
Cova Culleram
In der nahen Umgebung der Cala de Sant Vincent auf der Straße nach Sant Vincent biegt ein Weg nach rechts Richtung Es Culleram ab.
In dieser Höhle brachten die Phönizier der Göttin Tanit Opfergaben dar. Die hier gefundenen Terracottafiguren der Göttin Tanit stehen heute im Museu Monografico del Puig des Molins in Eivissa.
Man kann auf einem kleinen Parkplatz sein Auto abstellen, ein kurzer Spaziergang führt zur Höhle. Sie ist nur während der Öffnungszeiten zu besichtigen. Wir hatten leider kein Glück und die Höhle war mit Gittern verschlossen. Während der Wintermonate gibt es verkürzte Öffnungszeiten.
Sant Joan, Sant Miguel und Sant Llorenc
Typische, etwas verschlafene Ortschaften im Norden von Ibiza.
Sant Joan war in den 60er und 70er Jahren die Hochburg der Hippiebewegung auf Ibiza. Schön ist es einfach in einer der Bars im Ortskern gegenüber der Placa d'Espanya zu sitzen und die Ruhe zu genießen. Das Auto kann man hinter der Kirche parken.
In Sant Miguel de Balansat lohnt sich ein Besuch der Eglesia de Sant Miguel aus dem 14. Jahrhundert. Die Kirche ist schön gelegen auf einem Hügel über dem Dorf. Sie hat einen schönen bepflanzten Innenhof.
In Sant Llorenc de Balàfia kann man das Auto direkt an der Kirche abstellen. Ein Spaziergang führt durch Felder hindurch zum alten Wehrdorf Balàfia aus dem 16. Jahrhundert. Man hat auf diesen ca. 1,5 km langen Spaziergang schöne Ausblicke über das weite Tal der Inselmitte.
Leider konnte man sich das Wehrdorf nur außerhalb der Umzäunung anschauen, das Grundstück ist privat. Aber bekanntlich ist ja der Weg das Ziel.
Portinatx
Ein kleiner Touristenort mit Hotels und Restaurants. Lohnenswert ist hier die Küstenwanderung von Portinatx über Stock und Stein zum Leuchtturm Sa Guardiala. Festes Schuhwerk ist hier Pflicht, der Weg verläuft teilweise über Felsen und Geröll.
Cova de Can Marca
Die Cova de Can Marca ist eine ca. 100.000 Jahre alte Tropfsteinhöhle. Früher nutzten Schmuggler sie als Versteck.
Ganz schön die Höhle, die Lage direkt am Meer ist beeindruckend. Die Inszenierung mit bunten Lichtern und Musik ist aber eher albern und der Eintritt ist mit 8,00 € auch nicht gerade günstig! Wer noch keine Tropfsteinhöhle besichtigt hat kann sich diese anschauen.
Cala de Benirras
Diese Bucht hat ihren Namen von der vorgelagerten Felsformation. Der Felsen erinnert an einen Kopf - der Platz mit dem Kopf heißt auf arabisch Benirras.
An diesem Strand sollen mitunter die schönsten Sonnenuntergänge auf Ibiza zu sehen sein. Es lohnt sich vor Sonnenuntergang hierher zu kommen. Am Strand ist direkt ein Parkplatz. Trommler begleiten rhythmisch die Sonne auf Ihren Weg ins Meer. Vor allem Sonntags und bei Vollmond sollen ganze Trommelkonzerte stattfinden.
Torre del Mular
Zu empfehlen ist die Wanderung zum Torre del Mular. Der Wehrturm hat eine tolle Lage hoch über dem Meer und bietet eine faszinierende Aussicht auf die Westküste und die Cala Benirras. Festes Schuhwerk ist hier angesagt, denn Teile der Wanderung gehen über Stock und Stein.
Das Auto kann man in Port Sant Miguel abstellen. Auf der Westseite des Strandes führt ein mit blauen Pfeilen markierter Pfad zunächst zur Cala dén Ferrer und dann weiter zum Wehrturm. Über die Steintreppe im Inneren des Turms gelangt man auf auf die Aussichtsplattform.
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