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Alternativer Bärenpark Worbis

Alternativer Bärenpark in Worbis

Von Bären und Wölfen...

Tiere liegen uns beiden am Herzen.
Und Spaziergänge durchs Grüne, bei denen man viel Natur geboten bekommt, machen wir auch gerne.
Und da die Wetterprognosen nach einem bisher durchwachsenen Sommer auch noch Sonne und Temperaturen um 30° vorhersagten, war klar:
diesen Samstag fahren wir ins etwa 70km von Kassel entfernte Worbis und schauen uns dort die Bären an, die Yasmin vor einiger Zeit beim Stöbern im Web entdeckt hatte.

Berichte von Tieren die privat, im Zirkus oder im Zoo unter nicht artgerechten Bedingungen gahalten werden.
Tanzbären, die mit fiesen Methoden und Qualen dazu dressiert werden, sich zu bestimmten Melodien zu bewegen.
Tiere, die zur Belustigung von Menschenmassen gegeneinander kämpfen müssen - man hört viel zu viele solch trauriger Geschichten.

Der alternative Bärenpark Worbis nimmt sich im Besonderen einer Art dieser armen Tiere an. Wie der Name schon sagt, hat man es sich in Worbis zur Aufgabe gemacht, Bären aus unwürdigen Haltungs- und Lebensbedingungen zu befreien um ihnen auf dem Gelände des Parks ein angenehmes, möglichst artgerechtes und lebenswertes Leben zu ermöglichen.

Tierarten im Park

Zu den Bewohnern des Parks zählen aber nicht nur Bären.
Es gibt eine große Foliere, in der Wellensittiche und Nymphensittiche frei fliegen können und durch die man hindurch gehen kann.
Ein paar Meerschweinchen, ein paar Schildkröten und Waschbären finden in verhältnismäßig großen Gehegen ihr zu Hause.
Besonders bemerkenswert ist jedoch das Rudel Wölfe, welches sich gemeinsam mit den Bären in einem mittlerweile 40.000 m² großen Freigehege aufhält. Wölfe und Bären kommen wohl sehr gut miteinander zurecht. Die Vergesellschaftung fördert das natürliche Verhalten beider Seiten.
Auf uns machten die Wölfe hier einen viel lebendigeren Eindruck, als das Rudel im Tierpark Sababurg. Es liegt nahe, dass die Sinne beider Tierarten durch den gegenseitigen Respekt voreinander stets geschärft sind. Schön zu beobachten war, dass nachdem ein gerade gefütterter Bär sich satt ins Unterholz verzogen hatte, zuerst zwei Wölfe aus dem Rudel die Lage am frisch verlassenen Futterplatz sondiert hatten und der Rest des Rudels erst auf ein winselndes Jaulen einer der beiden Wölfe ihnen folgte.

Bärenstarke Parkbewohner

Wir haben aber viel häufiger als das Wolfsrudel die Bären zu Gesicht bekommen.
Gleich zu Beginn unseres Weges auf dem Rundweg durch das Gelände haben wir die erste Fütterung erlebt. Eine Pflegerin wirft ganze Brotlaibe, Brötchen, Äpfel und Trockenfutter Pellets über den Zaun in das Freigehege - auf der Speisekarte eines Bären stehen zu 80% vegetarische Kost!
Das Schwarzbär Gebrüderpaar Jimmy und Gonzo sowie die Braunbär Oma Kathi warten schon auf den Futtermix.
Daraufhin erklärt uns die Pflegerin einiges zu den Bären und die Haltung der Bären. Die Fütterungen erfolgen nie zu geregelten Zeiten, die Tiere sollen sich nicht an einen bestimmten Rhythmus gewöhnen.
Es wird angestrebt, gestörte Verhaltensweisen, die die Bären durch ihre langjährige nicht artgerechte Haltung und Ernährung entwickelt haben, aufzubrechen und die Tiere zu ihren bär-typischen Verhaltensweisen zu fordern und solche zu fördern.
Die Bären haben hier die Möglichkeit, ihr natürliches Verhalten zu entwickeln und auszuleben. Sie können sich frei bewegen, laufen, schwimmen, Bärenhöhlen graben, Futter suchen und halten hier im Park oft erst nach einigen Jahren zum ersten mal in Ihrem Leben eine Winterruhe ab.
Viele über lange Jahre in Gefangenschaft geprägte Verhaltensweisen legen sie aber nie ganz ab.

Schauen und lernen im Park

Man kann das Gelände über einen meist schattig unter Bäumen gelegenen Waldpfad entlang der Zäune durchwandern. Entlang des Weges sind immer wieder Stationen aufgebaut, durch die auf Mißstände in der Bärenhaltung hingewiesen wird. Viel zu kleine, betonierte Gehege mit 16 m² in Zoos, noch kleinere Lebensflächen in Zirkuswagen, Haltung und Zucht von Bären zur Gewinnung von Medikamenten - es wird auf viele schlimme Umstände hingewiesen und aufmerksam gemacht.
In erster Linie bekommt man aber als interessierter Besucher ständig tolle Szenen im Freigehege geboten. Einer der zur Zeit 12 Bären ist eigentlich immer zu sehen - und das meist in unmittelbarer Nähe des Zauns. Die Bären sind beim Fressen zu beobachten, schwimmen in einem der angelegten Teiche und spielen dort miteinander oder dösen irgendwo im Schatten.

Helfen Sie durch Ihren Besuch

Ein Besuch des Bärenparks loht sich auf jeden Fall. Der Eintritt ist mit 6 Euro für Erwachsene nicht zu teuer, auf dem Gelände gibt es an einer Frittenbude warme Snacks, Eis und Getränke zu kaufen.

Wer mehr erfahren will, sollte direkt die Website des Parks besuchen oder am besten am nächsten Wochenende selbst vor Ort eigene Eindrücke sammeln.

Internetauftritt des Alternativen Bärenparks Worbis


Samstag, 14. Juli 2007
Bär
Bär
Bärin Emma isst anständig ihr Brötchen
Bärin Emma isst anständig ihr Brötchen
Der Bär Mischa
Der Bär Mischa
Kletter-Bär
Kletter-Bär
Waschbär
Waschbär
Bären im Dreierpack
Bären im Dreierpack
Schnurr- und Streichel-Bär
Schnurr- und Streichel-Bär
Brom-Bären
Brom-Bären
Schwarzbär-Brüder - Jimmy und Gonzo
Schwarzbär-Brüder - Jimmy und Gonzo
Kuschel-Bärin Kathi