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Externsteine und Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald

Externsteine und Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald

Es war ein schöner Spätsommer Sonntag im Oktober. Als Ausflugsziel haben wir uns an diesem Wochenende den Teutoburger Wald mit den Externsteinen und dem Hermannsdenkmal ausgeguckt.
Von Kassel aus erreicht man die Externsteine am besten über die A44 Richtung Paderborn. Die etwa 110 Kilometer sind schnell zurück gelegt. Die Gegend um Paderborn im Teutoburger Wald ist recht reizvoll, die herbstlichen Bäume im Sonnenschein lassen den Wald in eine bunten Farben strahlen.

Die Externsteine

Die Externsteine sind an diesem Tag gut besucht. Das gute Wetter lockt noch einmal viele Besucher zu einem Spaziergang zu diesem Naturschauspiel.
Die Externsteine sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen mit einer Fläche von 140 ha rund um die Felsen. Sie erreichen eine Höhe von bis zu 40 m und erstrecken sich linienförmig über eine Länge von mehreren hundert Metern auf sonst weitgehend steinfreiem Gelände.
Untersuchungen und archäologische Funde deuten darauf hin, dass dieser Ort schon seit vielen tausend Jahren von Menschen aufgesucht und als kultisch religiöse Stätte genutzt wurde.
1093 nach Christus wurde die Steingruppe vom Paderborner Kloster Abdinghof gekauft. Die Mönche des Klosters gelten als Urheber der gestalterischen Arbeiten an der Steingruppe. In den unteren Teil der Steine sind Höhlen geschlagen, man findet ein Felsengrab und eine Kapelle.
Als Highlight gilt das Kreuzabnahmerelief das direkt in den Grottenstein gemeißelt wurde. Es ist die älteste aus massivem Stein gehauene Steinmetzarbeit nördlich der Alpen.

Die Steine lassen sich über Steinstufen, Treppen und Brücken begehen und erkunden. Der Eintritt zum Aufstieg kostet für Erwachsene 1,50 Euro, das Erlebnis und der Ausblick von der Spitze der Steine ist das Geld allemal wert.
Oben auf dem Turmfelsen findet man einen Altarstein und darüber das Sonnenloch, welches mit dem Sonnenaufgang zur Sommersonnenwende am 21. Juni in Verbindung gebracht wird. Von hier oben hat man einen tollen Ausblick über den Teutoburger Wald.
Direkt neben dem Grottenfelsen befindet sich ein kleiner See, welcher die tolle Umgebung und Atmosphäre dieses Ortes komplettiert.
Die Externsteine sind auf jeden Fall einen Besuch wert, bei gutem Wetter kann man dort locker einige Stunden verbringen und die Steine selbst erkunden oder einfach die Stimmung und die Landschaft rund um die Steingruppe geniessen.
Informationen zu den Externsteinen gibts es hier oder (natürlich) bei Wikipedia.

Das Hermannsdenkmal

Nur etwa 10 km entfernt von den Externsteinen im südlichen Teutoburger Wald gelegen befindet sich das Hermannsdenkmal.
Das Hermannsdenkmal liegt auf dem 386m hohen Teutberg mitten in einer Ringwallanlage, der Grotenburg gelegen. Der Bau des Denkmals dauerte von 1838 bis 1875, der Bauherr Ernst von Bandel erfüllte sich damit seinen Lebenstraum und starb ein Jahr nach der Einweihung. Auf der Anlage steht die "Bandel-Hütte", ein Wohnhaus, in dem Bandel zeitweise lebte. Heute ist dort ein Museum untergebracht, in dem interessante Informationen zum Denkmal zusammengetragen sind.

Das Denkmal stellt den Cheruskerfürsten Arminius (lateinisch, zu deutsch Hermann) dar. Arminius führte die germanischen Stämme im Jahre 9 nach Christus bei der Schlacht im Teutoburger Wald zu einem entscheideneden Sieg über die römischen Legionen.
Auf dem 7 m langen Schwert, das Hermann senkrecht in den Himmel reckt, steht die Inschrfit: Deutschlands Einigkeit, meine Stärke - Meine Stärke, Deutschlands Macht. Das Hermannsdenkmal steht also symbolisch für die Stärke Deutschlands in der Einigkeit aller Stämme und Regionen.

Das Hermannsdenkmal ist sehr schön gelegen inmitten des Waldes mit einem imposanten Ausblick in die umliegende Landschaft.
Die Anlage ist ein touristischer Anziehungspunkt. Auf dem Gelände ist in den Kronen der Bäume ein Kletterpark untergebracht, in dem man mehr oder weniger waghalsige Klettertouren - gesichert durch Helme und Sicherheitsleinen - erleben kann. Wers mag...
Zur Website Hermannsdenkmal

Natürlich findet man hier eine Gastronomie, gegen Entgeld kann man in die Bronzestatute Hermanns aufsteigen. Am Tage unseres Besuchs war das Denkmal mit einem Baugerüst bekleidet - wie es einem so oft passiert, wenn man sich mal etwas ansehen will.

Das hat den Eindruck dieses Ausflugs aber nicht beeinträchtigt, die Externsteine in Verbindung mit dem Hermansdenkmal im Teutoburger Wald sind ein lohnedes Ziel, welches man an einem Tag locker bewältigen kann.

Schloss Neuhaus bei Paderborn

Auf unserem Rückweg nach Kassel machten wir noch einen kurzen Abstecher nach Schloss Neuhaus. Dort besuchten wir den Schlosspark von Schloss Neuhaus.
Das ehemalige Fürstbischöfliche Residenzschloss ist umgeben von einem Wassergraben. Im Schloss ist heute eine Schule untergebracht - sicher eine nette Atmosphäre zum Lernen.
Der Garten ist sehr gepflegt und großzügig angelegt, ein Satdtpark, der zum Spazieren gehen einlädt.
Zur Website www.schloss-neuhaus.de

14. Oktober 2007
Die Externsteine
Die Externsteine
Brücke zwischen den Steinen
Brücke zwischen den Steinen
Das Kreuzabnahme-Relief an den Externsteinen
Das Kreuzabnahme-Relief an den Externsteinen
Brücke zwischen 2 Externsteinen
Brücke zwischen 2 Externsteinen
Altarstein mit Sonnenloch
Altarstein mit Sonnenloch
Blick durch das Sonnenloch
Blick durch das Sonnenloch
Hermannsdenkmal bei Detmold
Hermannsdenkmal bei Detmold
Cheruskerfürst Arminius
Cheruskerfürst Arminius
Schlossgarten Schloss Neuhaus
Schlossgarten Schloss Neuhaus
Brücke über den Wassergraben
Brücke über den Wassergraben
Ein Wassergraben umgibt Schloss Neuhaus
Ein Wassergraben umgibt Schloss Neuhaus