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Wölfe im Tierpark Sababurg

Tierpark Sababurg

Wie alles begann

1571 wurde der über 130 ha große Tierpark Sababurg vom damaligen Landgrafen, Wilhelm IV. am Fuße seines Jagdschlosses Sababurg eingerichtet. Damit ist der Tierpark Sababurg mit einer der ersten, die in Europa entstanden sind.

Für Wilhelm IV. war der Tierpark nicht nur Jagdrevier. "Der Gelehrte auf dem Fürstenthron", wie er oft genannt wurde, hielt sich viele Forscher an seinem Hofe. Darunter auch einige Naturforscher, für die er die "fremden" Tierarten in seinem Park hielt. Für beide Zwecke, Jagd und Forschung, ließ der Landgraf bereits damals Ure, weiße Hirsche, Damwild, Gemsen, Elche und Rentiere von weit her einführen.

Damals war der Tierpark eine von einer Dornenhecke umrahmte Waldfläche. Diese wuchernde Dornenhecke inspirierte die Gebrüder Grimm, die Sababurg als Schauplatz für das Dornöschenmärchen auszuwählen. Der Tiergarten bestand in dieser Form etwa 200 Jahre lang. bis mit dem ausgehenden Absolutismus, ab etwa 1770, der Park auf Geheiß des Landgrafen Friedrich II. barock umgestaltet wurde:

Es wurden Schneisen in den Wald geschlagen.
Diese sind heute als Eichenalleen im Park erhalten. Einige der damaligen Schneisen mündeten sternförmig auf einen runden Platz. Dieses Rondell wurde damals für die Parforcejagd angelegt: Bei Jagden wurde nun das Wild durch Treiber aus den Waldabschnitten auf die Schneisen und auf das Rondell zugetrieben, wo die Jäger auf der Lauer lagen.

Ende des 18. Jh. fand sich kein Landgraf, der Interesse am Jagdschloss und dem Tierpark gehabt hätte.
Die Burg verfiel und der Tierpark wurde dem nahe gelegenen Gestüt Beberbeck zugeteilt.
Das Tierparkgelände wurde vom Gestüt Beberbeck nun in zunehmendem Maße für die Pferdezucht genutzt. Wild wurde in immer geringerem Umfang gehalten. Ab etwa 1790 wurde im Tierpark mit der Abholzung der Wälder begonnen, nur einzelne Eichen ließ man als Hutebäume auf den Weideflächen stehen. Das Gelände erhielt seinen heutigen parkartigen Charakter.

Urwildpark

Auf dem großzügigen Parkgelände werden zahlreiche vom Aussterben bedrohte, heimische Wildtierarten und einige bereits ausgestorbene Tierarten in Form von Rückzüchtungen gehalten. In Anlehnung an die historische Tradition des Tierparks werden auch heute noch verschiedene Hirsche, darunter auch weiße, wie zu Zeiten des Landgrafen, gehalten. An die damalige Pferdezucht anknüpfend, werden im Tierpark Urwildpferde gehalten.

Haustiergarten

Neben Wildtieren werden auch alte Haus- und Nutztierrassen gehalten, die heute auszusterben drohen, da sie für unsere Landwirtschaft wirtschaftlich unbedeutend geworden sind. Dieser Schwerpunkt soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden.

offizielle Website des Tierpark Sababurg
Blick auf die Sababurg
Blick auf die Sababurg
Gehege mit weißen Damwild und weißen Rothirschen im Tierpark Sababurg
Gehege mit weißen Damwild und weißen Rothirschen im Tierpark Sababurg
Schnee-Eule
Schnee-Eule
Impatiens noli-tangere (Echtes Springkraut)
Impatiens noli-tangere (Echtes Springkraut)